|
Die Ergebnisse beim Konzentrationstrainings für Schüler
(KTS)
Bis Ende 2008 nahmen über 170 Schülerinnen und Schüler
an
einem Konzentrationstraining für Schüler (KTS) teil. Die
ersten Gruppen fanden im Frühjahr 2001 statt. Im Folgenden finden
Sie ausführliche Ergebnisse zu diesem Trainingsprogramm.
Bitte
beachten Sie auch die aktualisierten
Ergebnisse vom April 2009 weiter
unten auf dieser Seite.
Aufbau des KTS: Wie das KTS
aufgebaut ist und durchgeführt
wird, findet sich in der Dokumentation von Mara
Kellner (im PDF-Format).
Theorie: Eine theoretische
Abhandlung zum Thema Konzentration finden
Sie unter
Unkonzentriertheit - Ursachen und Hilfen'.
Fallbeschreibung: Für
Fallbeschreibungen klicken Sie bitte hier.
1. Was bringt das KTS?
A. Ergebnisse des ersten Kurses
Von den
10 Schülern machten am Ende des achten und letzten
Trainingstermins
8 die Aussage, dass ihnen das Konzentrationstraining etwas gebracht
habe.
Die häufigsten Angaben gingen in Richtung: "Ich kann mich besser
konzentrieren."
und "Meine Noten sind besser geworden."
Dies deckt sich mit den objektiven Ergebnissen
des Angstfragebogens für Schüler (AFS) und dem
Konzentrationstest
d2, den alle Teilnehmer zu Beginn und in der letzten Trainingsstunde
durchführten.
Der AFS misst Prüfungsangst (PA),
manifeste Angst (MA), Schulunlust (SU) und soziale Erwünschtheit
(SE).
Zu meinem Bedauern ergeben sich für Prüfungsängste (PA)
keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen "vorher" und
"nachher".
Dies war für MA (manifeste Angst) und SU (Schulunlust) anders. Um
die Unterschiede auf statistische Signifikanz zu überprüfen,
wählte ich den Wilcoxon Test. Mit einer statistischen
Wahrscheinlichkeit
von 90% kann man sagen: Mittels des KTS (Konzentrationstraining
für
Schüler) nehmen die manifesten Ängste ab. Mit diesem Ergebnis
hatte ich nicht gerechnet. Manifeste Ängste gelten als
größtenteils
angeboren. Eine Veränderung ist zwar nicht grundsätzlich
ausgeschlossen,
aber dass sozusagen das Autogene Training (AT), welches ein wichtiger
Bestandteil
des KTS ist, helfen kann die manifesten Ängste zu vermindern,
hätte
ich im Voraus nicht erwartet. Um eine Verringerung auch bei den
Prüfungsängsten
zu erzielen, werde ich in Zukunft mit den Teilnehmern, die am Ende des
Kurses noch recht hohe Prüfungsangst haben, noch die
Anti-Stress-Methoden
durchsprechen.
Ein noch deutlicheres Ergebnis zeigt
sich bei der Schulunlust. Hier kann mit 99%iger Wahrscheinlichkeit von
einer Verringerung der Unlust an Schule ausgegangen werden. Dieses
Ergebnis
finde ich besonders schön. Denn gerade die Freude am Lernen ist
mit
eine der wichtigen Voraussetzungen für Lern- und Schulerfolg.
Bei der Skala soziale Erwünschtheit
(SE) zeigen sich keine Veränderungen.
Kommen wir nun zur Beschreibung der
Veränderungen, die sich im Konzentrationstest d2 zeigen.
Auffälligstes
Ergebnis ist: Die Schüler machen bedeutend weniger Fehler. In
Zahlen
ausgedrückt: Der Anteil der Fehler an der Gesamtleistung geht um
über
55 % zurück! Diese Fehlerreduktion ist im statistischen Sinne
hochsignifikant.
(Wilcoxon Test; zweiseitig mit 1%iger Irrtumswahrscheinlichkeit).
Dieses hochsignifikante Ergebnisse
zeigt sich auch im Bezug auf die Leistungsmenge, die im d2 als GZ
(Gesamtleistung)
bezeichnet wird als auch in der Anzahl der fehlerfreien Leistung, die
als
GZ-F (Gesamtzahl minus Fehler) bezeichnet wird.
B. Die Einzelergebnisse des ersten Kurses
B.1. Der Übungsverlauf bei WinKonz
Zuerst zeige ich den Übungsverlauf auf. Alle 10 Schüler
und
Schülerinnen nahmen 8 mal an WinKonz teil. Dabei zeigte sich
folgender
Übungsverlauf:

Legende:
Trg 1= Training 1 oder "Suchen"; es zeigt sich dass alle Teilnehmer
im Durchschnitt ihr erstes Ergebnis beim 8. mal um etwa 33%
erhöhen
konnten.
Trg 2= Training 2 oder "Rechnen": hier konnten die Teilnehmer ihr
Ergebnis
durchschnittlich um 20% verbessern.
Trg 3= Training 3 oder "Merken"; die Teilnehmer konnte ihr
Kurzzeitgedächtnis
um etwa 30% steigern.
Trg 4= Training 4 oder "Nullen"; bei dieser Wahrnehmungsübung
konnten durchschnittliche Steigerungen von 80% erzielt werden.
Gesamt= der Mittelwert von Trg 1 bis Trg 4; Die Ergebnisse lagen um
etwa 40% beim 8. mal über dem 1. Ergebnis.
Die Punktzahl, die jeder einzelne Teilnehmer beim ersten Mal erzielte,
wurde mit 100% gleichgesetzt. Alle weiteren Prozentergebnisse stehen in
Relation zu diesen ersten Werten.
Hinweis: Da bei mir insgesamt schon mehr über 25 Schüler
und
Schülerinnen nur allein an WinKonz teilgenommen habe, weiß
ich,
dass es meist noch einmal einen Anstieg der Leistungen beim 9. Mal
gibt.
Von daher empfehle ich, WinKonz nicht nur acht mal, sondern
häufiger
durchzuführen. In Zukunft werde ich deshalb das KTS nicht mehr mit
8 Trainingseinheiten, sondern mit mindestens 9 anbieten.
B.2. Die Einzel-Ergebnisse beim Angstfragebogen für
Schüler
(AFS) und dem Konzentrationstest (d2).
Geschlecht
Schultyp
Alter |
|
M
RS
10 |
M
RS
10 |
M
RS
11 |
M
RS
11 |
M
RS
10 |
W
GS
9 |
W
HS
13 |
M
HS,
11 |
M
GS
10 |
M
RS
14 |
|
Mittel |
St
Abw |
|
| 1. AFS |
PA |
12 |
7 |
5 |
6 |
3 |
7 |
12 |
4 |
15 |
12 |
|
8,3 |
4,1 |
|
|
MA |
12 |
12 |
5 |
2 |
8 |
11 |
3 |
9 |
13 |
10 |
|
8,5 |
3,9 |
|
|
SU |
5 |
6 |
6 |
6 |
7 |
5 |
1 |
5 |
5 |
9 |
|
5,5 |
2,0 |
|
|
SE |
0 |
0 |
0 |
5 |
1 |
6 |
6 |
1 |
5 |
1 |
|
2,5 |
2,6 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 1. d2 |
GZ |
253 |
242 |
346 |
341 |
332 |
180 |
278 |
278 |
328 |
484 |
|
306,2 |
81,7 |
|
|
F |
21 |
9 |
14 |
56 |
15 |
26 |
17 |
19 |
74 |
10 |
|
26,1 |
21,5 |
|
|
F% |
8,3 |
3,7 |
4 |
16 |
4,5 |
14 |
6,1 |
6,8 |
23 |
2,1 |
|
8,9 |
6,7 |
|
|
GZ-F |
232 |
233 |
332 |
285 |
317 |
154 |
261 |
259 |
254 |
474 |
|
280,1 |
84,1 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Verän-
derung
|
| 2. AFS |
PA |
14 |
2 |
4 |
2 |
0 |
15 |
3 |
5 |
15 |
14 |
|
7,4 |
6,3 |
-10,8%
|
|
MA |
13 |
7 |
2 |
2 |
5 |
14 |
0 |
6 |
11 |
7 |
|
6,7 |
4,8 |
-21,2%
|
|
SU |
4 |
3 |
5 |
4 |
6 |
4 |
0 |
3 |
4 |
8 |
|
4,1 |
2,1 |
-25,5%
|
|
SE |
0 |
0 |
1 |
2 |
1 |
6 |
6 |
1 |
6 |
0 |
|
2,3 |
2,6 |
-8,0%
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 2. d2 |
GZ |
305 |
303 |
416 |
428 |
373 |
265 |
352 |
315 |
326 |
558 |
|
364,1 |
85,3 |
18,9%
|
|
F |
8 |
0 |
5 |
68 |
7 |
9 |
8 |
15 |
19 |
10 |
|
14,9 |
19,4 |
-42,9%
|
|
F% |
2,6 |
0 |
1,2 |
16 |
1,9 |
3,4 |
2,3 |
4,8 |
5,8 |
1,8 |
|
4,0 |
4,5 |
-55,5%
|
|
GZ-F |
297 |
303 |
411 |
360 |
366 |
256 |
344 |
300 |
317 |
548 |
|
350,2 |
82,2 |
25,0%
|
Legende:
M= männlich;
W= weiblich; RS= Realschule; GS= Grundschule; HS= Hauptschule Mittel=
Mittelwert;
StAbw= Standardabweichung
1. AFS= erste Messung beim Angstfragebogen
für Schüler
2. AFS= zweite Messung beim Angstfragebogen
für Schüler
1. d2= erste Messung beim Konzentrationstest d2<
2. d2= zweite Messung beim Konzentrationstest
d2
PA= Prüfungsangst; MA= manifeste
Angst; SU= Schulunlust; SE= soziale Erwünschtheit
(um so höher die Zahlen um so
ungünstiger; Maximum = 15, Minimum= 0)
GZ= Gesamtzahl der bearbeiteten Zeichen;
F= Fehleranzahl; F%= F/GZ*100; GZ-F= Differenz: GZ minus F
(um so höher GZ bzw. GZ-F um
so günstiger; um so niedriger F bzw. F% um so günstiger)
Alle Werte sind sogenannte Rohwerte
C. Fazit
Das KTS
ist hilfreich. Es trägt durch die Verbesserung der
Konzentrationsfähigkeiten
- insbesondere einer Verringerung von Leichtsinnsfehlern - und eines
allgemeinen
Angstabbaus zu einer Zunahme der Schullust bei. Oft wurden von den
Schülern
auch Verbesserungen bei den Benotungen berichtet.
2. Ergebnisse vom 1.3.2002
Bis zum 29.2.2002 haben insgesamt 18 Schüler und
Schülerinnen
das KTS vollständig durchgeführt. 11 nahmen 8 mal und 7
Schüler
9 mal am Training teil. Die Ergebnisse, die obige Ergebnisse
bestätigen
und ergänzen, sind ermutigend, auch wenn sie nicht in allen
Fällen
im statistischen Sinne signifikant sind.
Beim Angstfragebogen für Schüler (AFS) ergab sich eine
Verminderung
der durchschnittlichen Prüfungsangst (genaugenommen der Antworten)
um 20%. Dieses Ergebnis ist beträchtlich, auch wenn es im
statistischen
Sinne nicht signifikant ist.
Die 'manifeste Angst' verminderte sich um etwa 22%, ebenso die
Schulunlust
(-22%). Gerade das Ergebnis bezüglich Schulunlust ist doch recht
positiv,
da eine vermehrte Schullust auch vermehrte Motivation bedeutet. Neben
der
Begabung spielt die Motivation bei Leistungen und damit bei den
Zensuren
eine bedeutende Rolle.
Das KTS wirkte sich sogar auf 'soziale Erwünschtheit' aus (-12%),
was dahin gehend interpretiert werden darf, dass die Schüler
lernten,
eher zur eigenen Meinung zu stehen, und sich weniger nach der
vermeintlichen
oder tatsächlichen Meinung von anderen zu richten. Dass dieses
Ergebnis
im statistischen Sinne signifikant ist, zeigte sich bei den ersten 10
Schülern,
die am KTS teilnahmen, noch nicht.
Beim Konzentrations- und Aufmerksamkeitstest d2 zeigte sich
besonders
deutlich eine Verminderung der Fehler. Diese nahmen im Verlauf des
Trainings
um fast 40% ab. Ich interpretiere dies in dem Sinne, dass das KTS vor
allem
hilft, weniger Leichtsinnsfehler zu machen. Dabei gelang es den
Schülern
sogar in der gleichen Zeit etwa 17% mehr Aufgaben zu bewältigen.
Berücksichtigt
man dies mit, so ergibt sich sogar eine Fehlerreduktion von etwa 60%!
Das heißt: Das KTS hilft nicht nur schneller zu arbeiten,
sondern
dabei auch beträchtlich weniger Fehler zu machen.
Grafische Darstellung der Veränderungen:

Legende:
PA= Prüfungsangst; MA= manifeste
Angst; SU= Schulunlust; SE= soziale Erwünschtheit
F= Fehleranzahl; GZ= Gesamtzahl der
bearbeiteten Zeichen; GZ-F= Differenz: GZ minus F
* = statistisch signifikant
auf dem 10%-Niveau; getestet mit dem Wilcoxon Test
** = statistisch signifikant auf mindestens
dem 5%-Niveau; getestet mit dem Wilcoxon Test
3. Ergebnisse vom 22.2.2004
A. Kleingruppentraining
Bis Ende 2003 nahmen im Rahmen von Kleingruppen insgesamt 28
Schüler und Schülerinnen 8 bis 9 mal am KTS teil.
Es bildete sich folgendes Ergebnis ab:
|
Angstfragebogen für Schüler
|
Prozentuale Veränderung
|
Effektstärke
|
|
Prüfungsangst
|
-25%
|
0,48
|
|
Allgemeine Ängstlichkeit
|
-20%
|
0,39
|
|
Schulunlust
|
-20%
|
0,45
|
|
Soziale Erwünschtheit
|
-20%
|
0,26
|
Vor allem die Prüfungsangst vermindert sich durch das KTS.
Die damit verbundene Effektstärke von 0,48 kann als mittel
bezeichnet werden. Vergleichbares gilt für die Schulunlust.
|
Konzentrationstest d2
|
Prozentuale Veränderung
|
Effektstärke
|
|
GZ
|
16%
|
0,66
|
|
Anzahl der Fehler (F)
|
-30%
|
0,28
|
|
F% (= F/GZ*100)
|
-41%
|
0,51
|
|
GZ-F
|
20%
|
0,83
|
|
Konzentrationsleistung (KL)
|
25%
|
0,85
|
Effektstärken von 0,28 sind als klein anzusehen. Bei Werten
von 0,51 und 0,66 kann man von mittleren Stärken ausgehen. Bei
Werten über 0,80 sind sie als stark anzusehen. Das KTS führt
zu einer deutlichen Verbesserung der Konzentrationsleistung.
B. Training an einer Hauptschule
Von April bis Juni 2003 führte ich das KTS auch an zwei 5. Klassen
einer Hauptschule durch. Maximal 15 Schüler oder Schülerinnen
konnten das Training gleichzeitig im Computerraum der Schule
absolvieren. Insgesamt wurden 4 Gruppen gebildet; 8 Trainingssitzungen
fanden statt für insgesamt 56 Teilnehmer.
Die Schüler hatten die Möglichkeit auch das Autogene Training
kennenzulernen. Nicht alle nutzen diese Chance. Es zeigte sich
weiterhin, dass die wenigsten das Autogene Training zu Hause
regelmäßig durchführten. Obwohl die Schüler das
Computerprogramm WinKonz mit nach Hause bekamen, wurde zu Hause nach
Aussagen der Schüler sehr selten damit geübt. Die im
Folgenden beschriebenen positiven Ergebnisse resultieren also
hauptsächlich aus den 8 WinKonz-Trainingssitzungen in der Schule.
In einer Klasse verbesserte sich die Konzentrationsleistung (KL)
laut Konzentrationstest d2 von 100,8 auf 107,4: Dies entspricht einer
starken Effektstärke von 0,77.
In der anderen Klasse verbesserte sich die Konzentrationsleistung (KL)
von 99,8 auf 106,9: Dies entspricht einer ebenfalls starken
Effektstärke von 0,86.
Bei der zweiten Klasse nahm die Lehrerin auch eine Beurteilung
(entsprechend deutscher Notengebung zwischen 1 [beste Note] bis 6
[schlechteste Note]) der Konzentration ihrer Schüler vor und nach
dem Training vor. Vor dem Training vergab sie für ihre
Schüler im Durchschnitt die Note 3,1; nach dem Training die Note
2,6.
4. Aktualisierte Ergebnisse vom 2.4.2009
A. Kleingruppentraining
Im Herbst 2008 nahmen 12 Schüler und Schülerinnen der
Klassenstufe 4 in Kleingruppen von je 3 Kindern am KTS teil. Es fanden
8 Sitzungen statt.
Testergebnisse:
Mit 7 Kindern konnten zu Beginn und am Ende Tests, die
Hinweise auf die Konzentration geben, durchgeführt werden. Es
handelte sich um die Untertests 9 (Zahlenaddition) und 10
(Zahlenvergleich) des 'Prüfsystem für Schul- und
Bildungsberatung für 4. bis 6. Klassen - revidierte Fassung'
(PSB-R 4-6
). Da es beim PSB-R 4-6 zwei verschiedene Parallelformen gibt (Form A
und B), wurde zuerst die Form A, dann die Form B eingesetzt. Beim
Untertest 9 zeigte sich nur eine sehr geringe Verbesserung der
durchschnittlichen Ergebnisse (Für Statistiker: Standardabweichung
von 0,3). Vor allem im Untertest 10 (Zahlenvergleich)
kristallisierte sich eine deutliche Verbesserung der Werte heraus
(Für Statistiker: Die Verbesserung entsprach einer halben
Standardabweichung). Da es sich beim PSB-R um einen sogenannten
Intelligenztest handelt, ergeben sich damit leichte Hinweise, dass
durch das KTS auch die Intelligenz gesteigert werden kann.
Aussagen der Schüler: Am
Ende des Trainings wurden die Kinder gefragt, ob
ihnen das Konzentrationstraining etwas gebracht habe oder nichts
gebracht habe. Alle sagten, es habe ihnen geholfen. Am häufigsten
wurde mitgeteilt, vor allem in Mathematik sei es leichter oder besser
geworden.
B. Training an einer Förderschule
Im Februar und März 2009 nahmen 7 Schüler (6. Klasse einer
Förderschule) am KTS teil. Es fand im Computerraum der Schule in
Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin statt. Die Schüler konnten
7 mal die WinKonz-Übungen am PC durchführen und erlernten das
autogene Training. Trotz Hinweis übten die wenigsten Schüler
das autogene Training zu Hause. Die Lehrerin führte es 2 bis 3 mal
in der Woche zu Beginn des Unterrichts mit den Schülern durch.
Testergebnisse: Die
Schüler absolvierten zu Beginn und am Ende des Kurses den
Untertest 10 (Zahlenvergleich) des Prüfsystem für Schul- und
Bildungsberatung für 4. bis 6. Klassen - revidierte Fassung
(PSB-R 4-6). Dieser Untertest misst die 'Wahrnnehmungsschnelligkeit';
er ermöglicht eine Abschätzung der
Konzentrationsfähigkeit. Zu Beginn war das Ergebnis eindeutig
unterdurchschnittlich. Am Ende des Kurses lag es im unteren
Durchschnittsbereich. (Für Statistiker: Standardwerte zu Beginn
85,7; am Ende: 92,7; Die Verbesserung entspricht einer
Standardabweichung von 0,7.) Es wurden die Parallelformen A und B
des PSB-R 4-6 eingesetzt.
Aussagen der Lehrerin über
die Schüler am Ende des Kurses: Bei fast allen Schülern
könne sie positive Veränderungen feststellen. Nur bei einer
Schülerin sei es unverändert. Ein Schüler sei ruhiger
und wacher geworden, ein anderer, der still war, sei nun
selbstbewusster, fleißiger und fröhlicher. Ein weiterer
Schüler benutze nun mehr seinen Kopf, durchdenke etwas, sei
aufgewacht. Von einem Schüler mit Migrationshintergrund berichtete
sie, er sei nun sehr zielstrebig und bemühe sich gut zu sein. Am
häufigsten erwähnt sie, die Schüler seien wacher
geworden. Auf Grund dieser positiven Veränderungen ist geplant
weitere 7 Sitzungen nach den Pfingstferien für die Klasse
durchzuführen.
C. Training an einer Grund- und Hauptschule
Im Februar und März 2009 nahmen 12 Schüler (10 Schüler
von 4. Klassen und 2 Schüler einer 6. Klasse) an einem KTS teil.
Die Schüler kamen aufgrund einer Empfehlung ihrer Klassenlehrer in
den Kurs. Bei allen seien große Konzentrationsschwächen im
Unterricht beobachtet worden. Insgesamt fanden 7 Sitzungen statt.
Einige Schüler konnten nur an 6 Sitzungen teilnehmen.
Testergebnisse: Die
Schüler absolvierten zu Beginn und am Ende des Kurses die
Untertests 9 (Zahlenaddition) und 10 (Zahlenvergleich) des
Prüfsystem für Schul- und
Bildungsberatung für 4. bis 6. Klassen - revidierte Fassung
(PSB-R 4-6). Beide Untertest ermöglichen eine Abschätzung der
Konzentrationsfähigkeit. Von 11 Schülern lagen am Ende
verwertbare Ergebnisse für einen Vergleich beider Messungen
vor. Beim Untertest 9 zeigte sich eine Verbesserung der
durchschnittlichen Ergebnisse von 96,4 (SW = Standardwerte) auf 101,8
SW. Im Untertest 10
ergab sich eine Verbesserung von 96,1 SW auf 101,5 SW. ( Es wurde
beim ersten mal die Form B, beim zweiten mal die Form A des PSB-R 4-6
durchgeführt.) Mit diesen Werten kann man sehr zufrieden sein, da
sie auf starke Effektstärken von 0,98 für den Untertest 9 und
0,86 für den Untertest 10 hinweisen.
Aussagen der Schüler am
Ende des Kurses: Die Schüler berichteten von positiven
Veränderungen. Teilweise erzählten sie, dass sie in Deutsch
oder Mathematik bessere Noten hätten. Andere gaben an, bei den
Hausuafgaben würde es besser klappen oder vieles Schulische sei
leichter geworden.
5. Materialien
1. Das Computerprogramm WinKonz
ist sehr preiswert. Bevor Sie es bestellen, können Sie die eine Demo
der aktuellen Vollversion downloaden und diese testen. Bestellen
Sie
die WinKonz-Vollversion im WinKonz
- Shop (-> Software).
2. Materialien für das autogene Training finden Sie im
WinKonz - Shop (-> E-Book oder -> Bücher mit CD).
Copyright: Ernst Hartmann, 2001 - 2009, aktualisiert im April 2009
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